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Nachruf Michael "Michel" Muys

Der Löschzug Osterath und die gesamte Feuerwehr Meerbusch trauert um Michael "Michel" Muys, der am 03.08.2023 im Alter von 90 Jahren verstarb.

Mit Michel verliert der Löschzug Osterath seinen mit Abstand dienstältesten Kameraden, der das Gesicht der Feuerwehr für mehr als 70 Jahre geprägt hat.

Michel trat 1949 im Alter von 17 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr Osterath ein. Die Stadt Meerbusch, und auch damit die Feuerwehr Meerbusch, gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Nachdem Michel die notwendigen Lehrgänge absolviert hatte, wurde er 1952 zum Feuerwehrmann, 1955 zum Oberfeuerwehrmann befördert. Zwischen 1964 und 1972 musste er sein Engagement bei der Feuerwehr aus beruflichen Gründen ruhen lassen, fand aber 1972 den Weg zurück in die Reihen des Löschzugs Osterath und wurde dort bis zum Oberbrandmeister befördert.

Aber nicht nur bei seiner dienstlichen Karriere war Michel ein echter "Macher", auch für die Organisation und Kameradschaft des Löschzugs Osterath war Michel stets Stütze und Motor. Über Jahre führte er die Kleiderkammer des Löschzugs, war lange Jahre Mitglied des Vorstands und organisierte die jährliche Leistungsbewertung, durch seine vielfache Teilnahme war Michel Träger der Auszeichnung "Gold mit Sonderstufe".

Seinen Übertritt in die Alters- und Ehrenabteilung begriff Michel keineswegs als Ruhestand, versäumte er doch beinahe keine Gelegenheit, seinem Löschzug weiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ebenfalls ließ er es sich nicht nehmen, alljährlich die Kameraden mit mehr als 25-jähriger Dienstzeit in einer humorvollen Zeremonie in den "Club der Alten" aufzunehmen.

Auch in beruflicher Hinsicht kannte Michel sich im "Blaulichtmilieu" aus. Er war der erste Fahrer des Krankenwagens für die Gemeinde Osterath. Er besetzte vor Gründung der Stadt Meerbusch die Funkzentrale auf der Meerbuscher Straße und den von dort ausrückenden Krankenwagen.

Die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch wird Michel immer ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Gedanken gelten in diesen schweren Stunden seinen Angehörigen.





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